Wichtige Informationen zur Welpenabgabe, die mir sehr am Herzen liegen!

An dieser Stelle möchte ich einige wichtige Punkte erwähnen die eine Absage unsererseits erklären!

Es ist uns keines Falles egal wo unsere kleinen, liebevoll aufgezogenen Fellnasen ein neues Zuhause finden. Deshalb denken wir weiter, als die vermeintlichen Welpeninteressenten, die oftmals viele Dinge übersehen bzw. nicht berücksichtigen.
Zum besseren Verständnis werde ich Ihnen einige Situationen schildern, wo wir der Meinung sind, dass in dieser Konstellation absolut kein Welpe zu Ihnen passt und wir deshalb niemals einen Welpen abgeben würden!

Zu junge Interessenten
Junge Leute mit gerade mal um die 20 Jahre sind evtl. noch im Studium, oder sie leben sogar in einer WG und hätten möglicherweise (ihres Erachtens) viel Zeit für einen Welpen.
Diese Situation sehen wir etwas anders! In den folgenden 10 - 15 Jahren wird sich ihr Leben sehr stark verändern, also genau so lange wie ein Bolonka leben wird! Die jungen Leute gehen irgendwann den ganzen Tag arbeiten und haben dann keine Zeit mehr für den Vierbeiner. Sie werden, logischerweise, eine Familie gründen wo ebenfalls die Zeit für einen kleinen, vierbeinigen Quälgeist fehlt. Ich sehe es nicht gerne, wenn plötzlich der ehemals im Vordergrund stehende Havaneser/Havalonka, durch verschiedene Umstände, zum lästigen Anhängsel wird, oder sich durch die Grobmotorik kleiner Kinder nicht mehr wohl fühlt.

Ältere Welpen-Interessenten
Leute jenseits der 70 können i.d.R. noch sehr fit sein und haben mit Sicherheit viel Zeit für ein Hündchen. Ihre Kinder, oder Enkel können später den kleinen Racker übernehmen, wenn sie es nicht mehr bewältigen können, oder sie für immer gehen!
Heutzutage ist es durchaus möglich, dass jemand bis 80 oder länger sehr fit ist, aber der Mehrheit wird es in diesem Alter doch relativ schwer fallen einem temperamentvollen, agilen Welpen gerecht zu werden, weil ältere Menschen eben doch nur noch recht eingeschränkt agieren können. Längere Spaziergänge werden immer seltener, aber dass Tempo was ein fröhlicher, gesunder Welpe an den Tag legt wird er sich trotzdem täglich fordern und dann werden sowohl die erforderlichen, altersgemäßen und -gerechten Spaziergänge als auch die täglich anfallenden weiteren zu bewältigenden Bedingungen im Zusammenhang mit einem jungen Vierbeiner, wie regelmäßig füttern, pflegen, spielen, eher zur Belastung. Den geliebten Herzenshund wird in diesem Alter mit Sicherheit keiner weggeben wollen, weil es der Lebensinhalt geworden ist, aber der immernoch lustige, verspielte Havaneser/Havalonka kommt zu kurz. Er hat für seine Bedürfnisse irgendwann zu wenig Bewegung, was älteren Leute dann gerne aus schlechtem Gewissen, mit Extra-Leckerlis versuchen zu kompensieren. Das wiederum führt beim geliebten Wuschel zu Uebergewicht sowie starken Einschränkung der Gesundheit. Bisher sind wir immer gut damit gefahren auf unser Bauchgefühl zu hören und so gravierende Entscheidungen werden aktuell immer vor Ort getroffen. Die Frage, ob ein Welpe oder erwachsener Hund sollte man sich als älterer Mensch vor der Anschaffung besonders gut überlegen. Abgesehen von o.g. Überlastung sollte man natürlich berücksichtigen, dass gerade bei kleineren Rassen davon auszugehen ist, dass er/sie 16-18 Jahre alt werden kann. Lebt man allein,ist es von Bedeutung, und man sollte früh genug Alternativen für den Krankheits- oder Todesfall suchen, damit der Liebling dann nicht ins Tierheim muss.

Eltern die für Ihre Kinder sooo gerne ein Hündchen haben möchten!
Es wird mir grundsätzlich übel, wenn ich lese;
"Wir suchen für unseren Sohn/Tochter einen kleinen Hund als Spielkameraden!"
Für uns ein absolutes NO go!!!
In erster Linie sind die Eltern für das neue FAMILIENMITGLIED (was ein Hund darstellen sollte) verantwortlich! Sie müssen mit allem wenn und aber jederzeit die Verantwortung für den Neuankömmling übernehmen und ein Leben lang für ihn da sein. Kinder finden anfangs so ein kleines Fellbündel super interessant und streiten sich darum wer mit dem Welpen Gassie gehen darf. Später, wenn die Pflege zur Gewohnheit oder zum MUSS wird verlieren sie schnell das Interesse und der kleine Havi wird eher zum lästigen Anhänsel. So sieht die Realität aus,wenn man Kindern zu früh eine zu hohe Verantwortung aufbürdet, auch wenn sie zuvor unbedingt ein Hündchen haben wollten.

Familien mit Kindern unter 7 Jahren
Ein Havaneser/Havalonka-Welpe wiegt bei Abgabe zwischen 1200g bis 1700g, oder sogar noch etwas weniger. Aufgrund dieses geringen Gewichtes kann man sich vorstellen in was für gefährliche Situationen es mit kleinen Kindern, beim Spielen mit dem zartgebauten Welpen, kommen kann. Kinder sind es nicht gewöhnt aufzupassen, rennen umher, ihre Feinmotorik ist noch nicht ausgereift etc. und deshalb ist die Gefahr einfach viel zu groß, dass dem Welpen etwas passiert. Keine besorgten Eltern können ständig auf der Hut sein was ihre Kinder machen. Deshalb sind wir der Meinung, dass Kinder mindestens 10-12 Jahre alt sein sollten bevor ein felliger Hausgenosse in der Familie aufgenommen wird.

Berufstätige die ihren Vierbeiner später länger als 3-4 Stunden alleine zu Hause lassen wollen
.... empfehlen wir;
Kaufen Sie sich eine Katze oder bei Toys"R"us ein Plüschtierchen! ....das ist meine Meinung zu diesem Thema. Ich finde es absolut egoistisch sich einen Hund anzuschaffen, um nur zum Feierabend, oder lediglich am Wochenende ausgiebig spazieren zu gehen! Eine Fellschnute möchte ein ständiger Begleiter sein und bis ein Welpe nur 15 Minuten alleine bleibt muss es zig mal geübt werden!
Sicherlich kann und muss er lernen später mal ein paar Stunden alleine zu bleiben. Es gibt Situationen, z.B. wenn man einkaufen muss, oder einen Arzttermin hat, aber wir sind nicht dafür, dass er ständig oder regelmässig stundenlang sich selbst überlassen ist. Alleinsein verbindet ein Hund mit Verlassen werden. Er leidet unter Verlustängsten und wird permanent jaulen, was letzten Endes dazu führt, dass er abgeschafft wird, weil es die Nachbarn stört!

Ganztägig Berufstätige die den Welpen mit ins Geschäft oder Büro nehmen möchten
Ich mache zwar Unterschiede, aber ich halte es weder für ideal, wenn der Welpe den ganzen Tag in einer Boutique ausharren muss noch für sinnvoll den Hund in einer Büroecke zu platzieren, wo er sich den ganzen Tag still verhalten muss!
Allerdings leben Welpen von uns bei Familien wo Frauchen im eigenen Haus eine Fuss-bzw. Nagelpflege anbietet und da darf das Hündchen mit, liegt brav im Körbchen kann sich aber trotzdem jederzeit im Haus frei bewegen. Das ist natürlich der Unterschied, ob man selbständig arbeitet und evtl. zu Gunsten des Tieres unterbrechen kann, oder steht ständig unter Druck vom Arbeitgeber und traut sich kaum mit dem Hund zu beschäftigen. Anders sieht es natürlich aus, wenn jemand schon viele Jahre in der Firma arbeitet und mehrere Angestellte ihren Hund mitbringen dürfen. Hier gehen wir davon aus, dass der Chef das nötige Verständnis aufbringt. Doch bedenken Sie immer es kann jeden treffen, dass er seinen Job verliert und was dann? Eine adäquate Stelle zu finden wo der geliebte Räuber wieder mit darf könnte sehr schwierig werden!

Es ist bereits ein junger Großrassenhund vorhanden und ein kleiner Havaneser/Havalonka soll dazu kommen
Großrassige, junge Hunde sind (bis ca. 3-jährig) recht temperamentvoll und ungestühm. Sie tollen gerne umher, sind tollpatschig und rennen im Spiel über alles hinweg was ihnen im Weg ist.
Einem wesentlich kleineren Havi/Havalonki-Welpen könnte DAS ernsthaft zum Verhängnis werden. Verletzungen drohen, wenn ein Hund von 20 - 35 kg blindlinks über ihn drüber rennt, ihn durch die Luft wirbelt, oder ihn im schlimmsten Fall mit einem Tritt auf dem Rücken erwischt. Deshalb haben wir bei derartiger Konstellation ein ungutes Bauchgefühl und geben ungerne derart kleine Welpen als Spielkameraden für eine Großhunderasse, der noch jung ist. Bei älteren grossen Hunden ist es überhaupt kein Problem!



Ich kann Menschen, die Hunde nicht mögen, nicht wirklich trauen.
Jedoch vertraue ich Hunden absolut, wenn sie einen Menschen nicht mögen!


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